2G Abschaltung und e-Call; Treiben die Medien eine neue Sau durchs Dorf?

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e-Call oder auch emergancy Call ist ein in Europa gesetzter Standard. Die Funktion sorgt dafür das bei einem Unfall wo die Airbags und Gurtstraffer auslösen einen automatischen Notruf absetzt und der entsprechenden Leitstelle der Feuerwehr die Standort Koordinaten sendet.

Dieses System hat sich mit der vorgeschriebenen Einführung 2019 mittlerweile etabliert und ist ausgereift, jedoch setzten die Hersteller der Modems, in dem eine Sim Karte steckt auf das europaweit gut ausgebaute 2G Netz, auch als GSM bekannt.

2028 haben die drei großen Netzbetreiber jetzt angekündigt wird das Netz abgeschaltet. Grund genug wieder Panik zu verbreiten. Überschriften „Millionen Autofahrern droht der Verlust der Betriebserlaubnis“ oder „Millionen Autofahrern könnte die Plakette verweigert werden“ findet man zu Hauf in den sozialen Medien.

Bislang ist es so, dass wen ein Modem defekt ist, dies einen erheblichen Mangel bei der Hauptuntersuchung darstellt und die Plakette verweigert wird. Dies ist auch bei einem Defekt soweit richtig. Nur stellt die Abschaltung des Netzes keinen Defekt am Fahrzeug dar und kann somit vom Fahrzeugbesitzer auch nicht behoben werden.

Seit dem 01. Januar 2026 müssen alle neu Typengenehmigte Fahrzeuge in der EU das NG-eCall System verwenden welches auf 4G und 5G basiert. 4G und 5G ist aber kein Telefonie Standard und es wird sich mit der Zeit zeigen wie gut die Systeme funktionieren. Möglicherweise basierend auf VOL-LTE worüber wir heute schon Telefonieren wenn wir zum Handy Greifen.“ so Matthias Wurst.

„Laut KBA sind rund 16 Millionen Fahrzeuge mit dem 112e-call auf 2G Basis ausgestattet. Und für diese 16 Millionen Fahrzeuge muss es eine Lösung geben. Entweder per Hard- oder Softwareupdate. Möglicherweise tut es auch eine neue SIM Karte mit 4 oder 5G Standard.“ so Matthias Wurst weiter.

Vor 2028 braucht sich jedoch erst einmal niemand Gedanken machen, denn bis dahin soll das 2G Netz weiter funktionieren